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Geschichte
FREIWILLIGE FEUERWEHR LAUTERBACH Copyright © FF Lauterbach 2012
Die Ursprünge der Feuerwehr Lauterbach liegen im Jahre 1933. In diesem Jahr entstand mit 10 freiwilligen Kameraden die Feuerwache Lauterbach. Es wurde ein kleines Gerätehaus zur Einstellung einer Handdruckspritze und den sonstigen Feuerwehrgerätschaften errichtet. Der 2. Weltkrieg verhinderte eine weitere Modernisierung (Motorspritze) der Feuerwehr und dezimierte zudem den Mannschaftsstand der Wehr. Erst nach Kriegsende 1946 und der Rückkehr einiger Feuerwehrkameraden aus der Kriegsgefangenschaft, insbesondere des damaligen Gruppenführers Josef Tretter, begann langsam wieder der Aufbau der Feuerwache Lauterbach. Josef Tretter gelang es mit Mitteln der Gemeinde die erste Motorspritze für die Feuerwache Lauterbach zu beschaffen. Nun war jedoch das Gerätehäuschen zu klein geworden. Am 11. November 1953 gründeten die bis dahin auf 23 Kameraden angewachsene Wehr, die „Freiwillige Feuerwehr Lauterbach“. Die Eintragung bei der OÖ Landesregierung erfolge im September 1954. Der neugewählte Kommandant Josef Tretter macht sich sogleich daran, die Grundlagen für einen Zeughausneubau zu schaffen. Landwirte und altgediente Feuerwehrkameraden stellten ein geeignetes Grundstück, auf dem auch das heutige Gerätehaus steht, zur Verfügung. Am 13. April 1955 erfolgte der Spatenstich zum Neubau. Eine kleine Schar Idealisten von Feuerwehrkameraden und die Bevölkerung von Lauterbach errichteten innerhalb von 4 Monaten mit über 2000 Arbeitsstunden das neue Zeughaus. Auch durch die Unterstützung der heimischen Gewerbetreibenden, welche Fachkräfte und Baumaterialien kostenlos beisteuerten, konnte dieses Projekt verwirklicht werden. Im selben Jahr noch  wurde das erste Löschfahrzeug Marke „Morris“ angeschafft. Nachdem die Anzahl der Feuerwehrmitglieder stetig anwuchs, wurde noch ein weiteres Fahrzeug, ein Jeep, angekauft. 1960 hatte die FF Lauterbach bereits 30 aktive Mitglieder. Im Jahre 1974 entstand der Plan zum Ankauf eines neuen, den modernen Anforderungen entsprechenden Löschfahrzeuges. Hierzu wurde im Juni 1974 ein 3tägiges Gründungsfest mit einem Bezirkswettbewerb anlässlich des 20jährigen Bestehens veranstaltet.  Der finanzielle Erfolg konnte sich sehen lassen. Zusätzlich konnte durch unermüdliche Alteisen- und Altpapiersammlungen die Feuerwehrkasse aufgebessert und die nötigen Eigenmittel von damals 100.000 Schilling zum Ankauf des neuen Löschfahrzeuges Marke „Fiat“ aufgebracht werden. Das Fahrzeug wurde im Jänner 1975 geliefert und in den folgenden Wochen in 800 freiwilligen Arbeitsstunden aufgebaut und im Juni 1975 in Rahmen einer Fahrzeugsegnung seiner Bestimmung übergeben. Im Dezember 1976, in seinem 65. Lebensjahr, legte Josef Tretter nach 24 Jahren sein Amt als Kommandant der FF Lauterbach zurück. Er war durch seinen Einsatz und Weitblick wesentlich am Aufbau der Wehr beteiligt. Bei einer separaten Wahl wurde am 5. Dezember 1976 HBI Huemer Karl zu seinem Nachfolger gewählt. Im Sommer 1977 entstehen die Pläne zum Erweiterungsbau des Zeughauses zur Vergrößerung der Garage und Renovierung der Zeughauswohnung. Aber bereits damals war die finanzielle Lage der Gemeinde sehr angespannt. Inzwischen war die Mannschaftsstärke der FF Lauterbach auf 41 Mann angewachsen. Mit Veranstaltungen wie Maibaumkraxln, Preiskegeln und einem Feuerwehrball wurde fleißig gespart und im Mai 1979 konnte mit dem Feuerwehrhauszubau begonnen werden. Nach über 2 Jahren Bauzeit und fast 6000 freiwilligen Arbeitsstunden gab es am 19. September 1981 die wohlverdiente Fertigstellungsfeier. Im Jahr darauf vom 26. bis 27. Juni 1982 fand im festlichen Rahmen die offizielle Zeughaussegnung statt. Inzwischen war das 2. Löschfahrzeug „Morris“ in die Jahre gekommen und so begannen Ende des Jahres 1987 die ersten Gespräche über den Ankauf eines neuen modernen Fahrzeuges, womit auch die immer häufiger werdenden „Technischen Einsätze“ gemeistert werden konnten. Die Wahl fiel auf einen „Steyr LFBA“. Im November 1988 kam es zu einer Vorsprache beim Landesfeuerwehrkommando in Linz, beim damaligen Landesfeuerwehr-kommandanten Salcher. Diese Besprechung brachte mit einer unverbindlichen Zusage für die Anschaffung ein zufriedenstellendes Ergebnis. Im März 1989 konnte nach erfolgten Finanzierungszusagen des Landes OÖ und des LFK sowie durch Mittel der Gemeinde Inzersdorf und der Feuerwehr Lauterbach der Ankauf fixiert werden. Die Anschaffungszusage brachte nun ein Problem mit sich - die Garagen des damaligen Zeughauses waren für das neue Fahrzeug zu niedrig. So beschloss man nur Tage später einen Anbau an das bestehende Zeughaus. Eine zusätzliche Garage mit einem Schulungsraum im Obergeschoss sollte entstehen. Wiederum konnte das Projekt mit großzügiger Unterstützung der umliegenden Firmen und Gönnern der Feuerwehr Lauterbach realisiert werden. Nur wenige Monate später, am 29. September 1989 nach über 2000 freiwilligen Arbeitsstunden der Kameraden der FF Lauterbach wurde die Fertigstellung des Zubaues gefeiert.  Zwei Kameraden der Feuerwehr gestalteten und richteten den neuen Schulungsraum im Obergeschoss ein, welcher dann im März 1990 erstmal mit einer Versammlung eröffnet wurde. Im selben Monat entstanden bereits Pläne für ein großes 3tägiges Zeltfest in Lauterbach mit einer Fahrzeug- und Zeughausweihe um die hohen finanziellen Eigen-Leistungen beim Zubau und beim Fahrzeugkauf auszugleichen. Auch die Errichtung eines feuerwehreigenen WC-Wagens wurde durch Kauf eines geeigneten Anhängers in Angriff genommen. Am 4. Juli 1990 war es dann soweit, das neue Löschfahrzeug Steyr LFBA wurde in Linz in Empfang genommen und nach Lauterbach überstellt. Das Frühjahr 1991 war von der Vorbereitung des Feuerwehrfestes mit Austragung des Bezirksfeuerwehrwettbewerbes geprägt, welches vom 28. bis 30. Juni 1991 mit sehr gutem Erfolg über die Bühne ging. Zu dieser Zeit zählte die FF Lauterbach 43 Mitglieder. Im Juni 1992 hat unser altes Löschfahrzeug „Morris“ endgültig ausgedient und fand im Feuerwehrmuseum in Purgstall/NÖ ein neues Zuhause. Im Gegenzug wurde von der FF Kirchdorf ein allradgetriebenes Tanklöschfahrzeug Marke Steyr 680 Baujahr 1962 mit 4000 Liter Löschwasser angekauft um für den Löschbereich Lauterbach wichtige Dienste zu leisten. Nachdem der 1. WC-Wagen großen Erfolg brachte, wurde im Frühjahr 1993 beschlossen, einen zweiten anzukaufen und aufzubauen.   Im Jänner 1994 begannen fieberhaft die Vorbereitungen für ein 2tägiges Depotfest anlässlich des 40jährigen Bestehens der FF Lauterbach, welches vom 28. bis 29. Mai 1994 über die Bühne ging. Im Frühjahr 1998 wurde eine kostengünstigere und platzsparendere Ölheizung im Zeughaus installiert. Der geschaffene freie Raum wurde für Feuerwehrspinte genutzt. Dies ermöglichte erstmals den Feuerwehrkameraden ihre persönlichen Ausrüstungsgegenstände im Zeughaus unterzubringen.   Zur selben Zeit wurde auch der Aufbau eines feuerwehreigenen Geschirrmobiles beschlossen. Nur kurze Zeit später kam bei einem Depotfest anlässlich der Austragung des Bezirksbewerbes in Lauterbach am 5. Juli 1998 das neue Geschirrmobil bereits zum Einsatz. Zu diesem Anlass wurde auch das Zeughaus einer Sanierung unterzogen, welche die eigenen Feuerwehrkameraden mit 600 freiwilligen Arbeitsstunden bewerkstelligt haben. Im Frühjahr 2002 konnte der Plan zur Errichtung eines Parkplatzes vor dem Zeughaus realisiert werden. Bis dahin parkten bei Einsätzen und Übungen die Fahrzeuge der Feuerwehrkameraden immer neben der Straße oder in der angrenzenden Wiese. Zu dieser Zeit fanden bereits die ersten Gespräche über der Stationierung eines Löschfahrzeuges des Landesfeuerwehrkommando OÖ bei der Fertigstellung der A9 statt. 2003 fanden wieder Feuerwehrwahlen statt. Nach fast 27 Jahren als Kommandant, übergab HBI Huemer Karl die Geschicke der FF Lauterbach in die Hände seines Nachfolgers HBI Zorn Siegfried. In der Folge begannen bereits die Vorbereitungsarbeiten für ein großes Zeltfest im kommenden Jahr 2004 anlässlich des 50jährigen Bestehens der FF Lauterbach in Verbindung mit der Austragung eines Bezirkswettbewerbs. Im Herbst 2003 traten 2 Jungfeuerwehrmänner der Wehr bei, dies war die Geburtsstunde einer Jugendgruppe in Lauterbach. Ende des Jahres 2003 kam dann die schriftliche Zusage über die Stationierung eines neuen TLFA 2000 als Stückpunktfahrzeug des LFK OÖ in Lauterbach für die Sicherung eines Teilstücks der A9. Diese Zusage bedeutete wiederum, dass Arbeit auf die Kameraden der FF Lauterbach zukamen, denn die Garagen des Zeughauses waren zu niedrig für das TLFA. Sofort wurde dieses Projekt in Angriff genommen. Einzige in Frage kommende Lösung war die Vertiefung der Garagen. Und noch vor Jahresende am 30.12.2003 kam die Freigabe zum sofortigen Baubeginn mit einer Zusage vom Land OÖ für einen Kostenzuschuss. Die ersten Monate im Jahre 2004 waren von den Umbauarbeiten am Zeughaus und an von der Vorbereitung unseres Jubiläumsfestes bestimmt. Nach Beendigung der Bauarbeiten und einer Generalreinigung des neuen Gerätehauses wurde dies mit einer Gleichenfeier am 19. Mai gefeiert. Vom 25. bis 27. Juni 2004 fand dann das Zeltfest anlässlich des 50jährigen Bestehens statt. Beim Festakt am Samstag den 26. Juni wurde auch der Zubau feierlich gesegnet. Am 28.09.2004 wurde das neue TLFA 2000 übernommen und umgehend mit den Einschulungen begonnen. Nachdem nun das neue Tanklöschfahrzeug in Dienst gestellt wurde, musste sich die Wehr von dem inzwischen 44 Jahre alten Steyr TLF 4000 und von dem fast 30jährigen Fiat-Löschfahrzeug trennen und verkaufen. Nun entstand der Entschluss zum Ankauf eines Kommando- und Mannschaftstransport-Fahrzeuges, sowie zur Anschaffung eines Pumpenanhängers. Auch die Errichtung eines 3. WC-Wagens wurde beschlossen. Um das Kommandofahrzeug und den Pumpenanhänger aus Eigenmitteln finanzieren zu können, wurde für 2005 ein Hallenfest mit Fahrzeugsegnung geplant. Im Dezember 2004 wurde dann das letzte Teilstück die Phyrn-Autobahn A9 fertig gestellt und feierlich mit einem Fest im „Ottsdorf-Tunnel“ eröffnet. Um den Anforderungen der Zeit gerecht zu werden wurden 30 Stück Pager angeschafft. Über die Wintermonate wurden der Pumpenanhänger, das Kommandofahrzeug und der WC-Wagen in Eigenregie aufgebaut und eingerichtet. Auch wurde auf Rückseite des Gerätehauses ein Carboard zur Unterbringung von Fahrzeugen und Geräten errichtet. Vom 30 bis 31. Juli 2005 wurde im Rahmen eines Hallenfest die neuen Fahrzeuge gesegnet. Geschichte verfasst von AW Huemer Gerald